Was ist eine Nockenwelle?

Die Nockenwelle ist eine unabdingbare Komponente bei der Steuerung des Motors. Die Einlassventile und die Auslassventile der im Motor vorhandenen Zylinder werden durch die Nocken geöffnet und durch Ventilfedern geschlossen. Die Steuerzeit eines Ventils ist dabei von der Länge der Nocken abhängig.

Nockenwellen bestehen aus Grauguss, Graphitguss, oder aus einer Stahllegierung. Die Oberfläche ist immer geschliffen und wird gehärtet. Bei einigen Motoren, wie z.B. in Rennwagen, ist die Nockenwelle innen hohl, um sie leichter zu machen. Dazu werden die Wellen schon in der Produktion hohl gegossen oder gebohrt.

Welche verschiedene Einbaulagen für die Nockenwellen gibt es?

Je nach Art des Motors werden Nockenwellen in verschiedenen Lagen eingebaut. Zu den wichtigsten Lagen gehören OHV, die Over Head Valves, OHC, den Over Head Camshaft, und DOHC, den sog. Double Over Head Camshaft.

Im modernen Motorenbau werden die sog. OHV-Bauformen nicht mehr angewendet. Bei der Bauart OHC wird die Nockenwelle über den Ventilen im Zylinderkopf verbaut. Die Ventile werden dann direkt mit Tassenstößeln bedient, oder aber mithilfe von Schlepp- oder Kipphebeln. Wie im englischen Namen schon angedeutet, liegen bei DOHC zwei Nockenwellen vor, die sich über den Ventilen befinden: Eine davon steuert die Einlassventile, die andere die Auslassventile. Bei Motoren mit mehreren Ventilen ist diese Form heutzutage die Norm.